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Wie du deinen ganz persönlichen Yogastil findest

Yoga ist ist in. Yoga ist #swag. Yoga ist aber vor allem gut für Körper und Geist und eröffnet neue Sichtweisen auf das Leben und dich selbst, dient der Erholung und reduziert Stress.

Yoga ist kein Sport, sondern eine indische Philosophie welche die Sinne des Körpers mit der Seele verbindet. Ziel des Yoga ist es, die Gedankenkreise zur Ruhe zu bringen.

Doch wo soll der Neu-Yogi anfangen?

Yogastile gibt es wie Sand am Meer und alle versprechen einen fitteren Körper und einen ruhigeren Geist. Über 130 Übungsformen soll es geben, die alle etwas mit Yoga zu tun haben. Einige davon sind sogar patentrechtlich geschützt.

Im Folgenden findest du eine Auswahl an Yogastilen, um dir den Einstieg zu erleichtern.

Klassisch werden die Yogaarten wie folgt unterteilt:

  • Raja Yoga (Yoga der Meditation)
  • Jnana Yoga (Yoga des Wissens)
  • Karma Yoga (Yoga der Handlung)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)
  • Hatha Yoga (Yoga des Körpers)
  • Kundalini Yoga (Yoga der Energie)

Jivamukti Yoga

für alle, die spirituell und körperlich gefordert werden möchten und gerne mit Musik üben. 

Jivamukti Yoga wurde von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Jivamukti heißt übersetzt so viel wie „die Befreiung der Seele“ und ist eine moderne Form des Hatha-Yoga. Ineinander fließende tänzerische Körperübungen wechseln mit Gesängen und spezieller Atemtechnik. Ziel ist es, mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu entwickeln.

Yin Yoga

für alle, die den Fokus auf Stressreduktion und Selbsterkenntnis legen wollen.

Yin Yoga ist ein ruhiger Yogastil und das Gegenstück zum yang-orientierten aktiven Ashtanga-Yoga. Die Yoga-Positionen werden ohne aktive Muskelkraft über einen längeren Zeitraum gehalten. Dabei geht die Dehnung in tiefere Körperschichten und so werden verklebte Faszien (Bindegewebe) auf sanfte Weise gelöst.

Iyengar Yoga

für alle, die wenig mit Spiritualität am Hut haben und den Fokus auf körperliche Gesundheit legen.

Der Inder B.K.S. Iyengar begründete diesen kraftvollen Yogastil. Seine langjährige Beschäftigung mit Ausführung und Wirkung von Körperhaltungen und Atemübungen führten zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stils.

Iyengar-Yoga erlaubt auch im Gruppenunterricht ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Übenden. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie Gurten oder Klötzen. Genaue Beobachtung, Anweisung, Korrektur und ein didaktisch gut durchdachter Unterrichtsstil bringen Übende in exakte Positionen.

Power Yoga (Yoga-Pilates oder Yogilates)

für alle, die Kondition, Muskeln und Kraft aufbauen wollen und dabei ins Schwitzen kommen möchten (wenig spirituell).

Poweryoga wurde vom Amerikaner Bryan Kest begründet und ist ein kraftvoller, intensiver durch längeres Halten der Yogapositionen geprägter Yogastil. Es werden einfache Positionen mit Fokus auf Aufbau von Koordination, Atmung und Bewegung, Kraft und Balance geübt.

Anusara Yoga

für Einsteiger und Schüler, die den spirituellen Hintergrund des Yoga besser kennenlernen wollen.

Anusara Yoga wurde 1997 in den USA von John Friend entwickelt. Ziele sind eine gesunde Haltung von innen und das sehr genaue Ausführen der Asanas, um Körper und Geist in Konzentration zu bringen.

Ashtanga-Vinyasa Yoga

für alle, die Kraft, Beweglichkeit, Kondition und mentale Stärke in einer strikten Reihenfolge aufbauen wollen.

Ashtanga oder Vinyasa Yoga ist eine kraftvolle und dynamische Form des Hatha-Yoga die vom Inder Sri Krishna Pattabhi Jois (1915-2009) entwickelte wurde. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische Reihen im indischen Stil geübt, die einzelnen Körperhaltungen oft durch Sprünge miteinander verbunden und mit der sog. Ujjayi-Atmung (Kehlkopfritzenatmung) verknüpft. Diese Atmung erzeugt innere Hitze, wirkt schweißtreibend und entgiftet so den Körper.

Hormon Yoga

für Frauen mit PMS, ab dem 35. Lebensjahr oder Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.

In den 1990er Jahren wurde Hormon Yoga von der brasilianische Psychologin und YogalehrerinDinah Rodrigues entwickelt. Sie kombinierte Trainingszyklen mit Übungen aus dem Hatha-Yoga, dem Kundalini-Yoga und tibetischen Energieübungen. Gezielt werden Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren stimuliert, um die Hormonproduktion anzuregen. Hormon-Yoga soll nicht nur im Klimakterium und bei Wechselbeschwerden helfen, sondern wird auch erfolgreich bei Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt.

Anti Gravity Yoga

für geübtere Schüler, die ihre Yoga Praxis gern schwerelos hängend in Tüchern vertiefen wollen.

Aerial Yoga verbindet Yoga mit Luftakrobatik, Gymnastik, Tanz und Pilates. 2008 gegründet vom New Yorker Christopher Harrison, üben die Schüler mit einem elastischen Trapeztuch das von der Decke hängt. Mut, Körperspannung und Balance gehören auf jeden Fall dazu.

Bikram Yoga (Hot Yoga)

für alle, die gerne mit Gruppendynamik üben, Giftstoffe ausschwitzen und in einer strikten Reihenfolge üben wollen. 

Bikram Yoga wird bei ca. 40°C und hoher Luftfeuchtigkeit praktiziert. Es besteht aus einer Abfolge von 26 Hatha-Yoga-Übungen und zwei Atemübungen. Diese 26 Übungen wurden aus mehr als 800 Asanas vom indischen Yogameister Bikram Choudhury ausgewählt und zusammengestellt. Es ist ein sportliches und forderndes Yoga und soll die physische Körperkraft, Flexibilität und Balance verbessern und durch Schwitzen den Körper entgiften.

Sivananda Yoga

für Einsteiger, die offen für Spiritualität sind und gerne singen, bzw. chanten.

Das seit über 50 Jahren international verbreitete Sivananda Yoga basiert auf 12 Basisübungen und geht zurück auf die beiden Yogameister Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Es handelt sich um klassisches ganzheitliches Yoga, das alle bekannten Yogasysteme integriert.

Ich hoffe die Welt der Yogastile ist nun etwas klarer für dich.

 

Tipp: Suche dir dir drei Yogaarten aus die für dich interessant klingen und besuche in den nächsten drei Woche jede Woche einen anderen Kurs. Du wirst erstaunt sein über die vielen Gemeinsamkeiten und dennoch merken, wie du über die kleinen feinen Unterschiede den für dich am besten passenden Yogastil finden kannst.

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